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der schrumpfenden Stadt zur Lean City - Prozesse und Auswirkungen der Stadtschrumpfung in Ostdeutschland und deren Bewältigung
Die Gesellschaft und die Wirtschaft in den neuen Bundesländern befindet
sich zwölf Jahre nach der Vereinigung noch immer im Umbruch. Die Analyse
der Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung zeigt zwar auch positive
Tendenzen auf, dennoch verlieren die meisten Städte in Ostdeutschland
seit der Wende kontinuierlich an Einwohnern und Arbeitsplätzen. In einigen
nimmt in jüngerer Zeit sogar die Bruttowertschöpfung absolut ab. Die
Städte in Ostdeutschland sind also von Prozessen der Bevölkerungsschrumpfung
und einer nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik betroffen. Diese beiden
Prozesse vollziehen sich in weiten Teilen unabhängig voneinander, sind
jedoch die Ursache für weitere Schrumpfungsprozesse, die sich in allen
Bereichen städtischer Entwicklung belegen lassen. Bei den festgestellten Schrumpfungsprozessen handelt sich um keine
neue ostdeutsche Erscheinung sondern lediglich um eine Variante eines
durch Geburtendefizite, Suburbanisierung und Strukturwandel gekennzeichneten,
bereits bekannten Problems. Die Schrumpfungsprozesse sind dieselben
wie diejenigen, die sich in den siebziger und achtziger Jahren in einigen,
insbesondere den altindustrialisierten, westdeutschen Städten vollzogen
haben, auch wenn sich die Dimensionen, der zeitliche Verlauf der Schrumpfung
und zum Teil die Ursachen erheblich unterscheiden. Die systematische Analyse der Auswirkungen der Schrumpfungsprozesse
macht sowohl die vermuteten komplexen Wirkungszusammenhänge zwischen
ursächlichen und abhängigen Prozessen als auch zwischen den einzelnen
Folgeprozessen deutlich. Die vielfältigen Probleme der Schrumpfung lassen
sich auf bestimmte auslösende (Teil-)Prozesse zurückführen. Damit werden
die entscheidenden Stellschrauben für eine konsolidierende, zukünftige
Entwicklung deutlich. Die Analyse der Folgen der Stadtschrumpfung zeigt
sowohl negative als auch positive Ergebnisse. Hinter den negativen Entwicklungen
der Schrumpfung verbergen sich demnach auch eine Reihe an Potenzialen.
Mit der Idee der Lean City wird den negativ geprägten Wahrnehmungen
und Wirkungen der Stadtschrumpfung ein positives Modell städtischer
Entwicklung entgegen gesetzt. Die Lean City entsteht als neue Philosophie
der Stadtentwicklung, die es ermöglicht, auf den Potenzialen aufzubauen,
die sich aus den Problemen von Transformation und Schrumpfung ergeben.
Auf dem Weg zur Lean City spielen nicht die eingesetzten Maßnahmen die
entscheidende Rolle. Von weitaus größerer Bedeutung ist die Art der
Herangehensweise. Dazu setzt die Lean City insbesondere auf
Das Bild der Lean City ermöglicht für die schrumpfenden Städte in
Ostdeutschland einen positiven Zukunftsentwurf trotz Schrumpfung. Es
erkennt an, dass Schrumpfung nicht nur vorübergehend ist und sucht nach
Möglichkeiten einer qualitativen Stadtentwicklung. Durch die gemeinsamen
Anstrengungen aller städtischen Akteure kann der Schrumpfungsprozess
konsolidiert und jenseits von Wachstumsprozessen eine hohe Lebensqualität
ermöglicht werden. Verfügbar sind Über eine Rückmeldung
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ein Dokument der Seite www.schrumpfende-stadt.de Erstelldatum: 21.04.2002, aktualisiert: 29.08.2003 Autor: Eric Tenz, Thilo Lang |