Stadtschrumpfung: gesellschaftliches Problemfeld des 21. Jahrhunderts oder eine vorübergehende Phase der Stadtentwicklung?
- Das Phänomen, die Potenziale, mögliche Handlungsstrategien

 1 Millionen leer stehende Wohnungen in Ostdeutschland, „Die perforierte Stadt“, „Shrink positive“, ein substantieller Bevölkerungsrückgang, Stadtumbau, Abrissprogramme, Stadtschrumpfung …

Diverse Fachzeitschriften überschlagen sich seit wenigen Monaten mit plastischen Schlagwörtern, hilflosen Kommentaren und Analysen über ein Phänomen, vor dem Fachplaner und betroffene Öffentlichkeit merkwürdig sprachlos stehen. Nach Stadtwachstum und Stadtsanierung beherrscht zunehmend und vor allem in Ostdeutschland das Thema Stadtschrumpfung den Planungsalltag.

 

Die Zahlen über Wohnungsleerstände und angestrebte Abrissmaßnahmen, die Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft und den städtebaulichen Bestand bilden den Schwerpunkt im öffentlichen Bewusstsein. Und doch scheint der Umbau der Stadt neben soziologisch-psychologischen Aspekten, (wohnungs-) wirtschaftlichen, infrastrukturellen und ökologischen Folgen sowie gesellschaftspolitischen Reaktionen nur eine der Erscheinungen eines umfassenderen Veränderungsprozesses zu sein, der die ganze Gesellschaft erfasst hat.

 Ausgehend von einem fachlichen Input zu den Themen „Gesellschaftlicher Wandel und Wohnen“ (Frau Kirsten Krüger, Schader-Stiftung) und „Fakten, Meinungen und Thesen zur schrumpfenden Stadt – ein Überblick“ (Anne Pfeifer, Thilo Lang) sollen im Rahmen des Workshops das Phänomen der schrumpfenden Stadt, die Auswirkungen und mögliche Konzepte diskutiert werden. Im Zentrum des Workshops sollen dabei folgende Fragen stehen:

-          Handelt es sich bei der Entwicklung in Ostdeutschland um ein neuartiges Phänomen? Gibt es vergleichbare Entwicklungen in der Vergangenheit oder in anderen Ländern?

-          Wenn das Phänomen der schrumpfenden Stadt Folgeerscheinung einer sich wandelnden Gesellschaft ist - ist die Planung dann nicht notwendigerweise auf eine reaktive, nacharbeitende Rolle im Stadtumbau beschränkt? Oder können die gesellschaftlichen Veränderungen aktiv aufgegriffen und die entstehenden Potenziale für eine künftige Entwicklung positiv genutzt werden?

-          Wie sollte in Ostdeutschland städtebaulich-architektonisch und planerisch reagiert werden? Welche Handlungsstrategien gibt es bereits, welche sollten verfolgt werden?

 Der Workshop fand in Zusammenarbeit mit der Schader-Stiftung, die im Bereich „Gesellschaftlicher Wandel und Wohnen“ auf große Fachkompetenz zurückgreifen kann, statt. Der Workshop war ergebnisoffen angelegt, Verlauf und Schwerpunkte ergaben sich aus dem Engagement der Gruppe.

Ergebnisse und Fazit der WorkshopteilnehmerInnen
Einführungsreferat

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Dies ist ein Dokument der Seite www.schrumpfende-stadt.de
Erstelldatum: 31.10.2001
Autor: Pfeifer, Krüger, Lang