Plädoyer für klare Begrifflichkeiten im Stadtumbauprozess

Schrumpfende Städte, demografischer Wandel, Wohnungsleerstand, Stadtumbau, Rückbau ... . In den vergangenen Jahren hat sich ein Themenfeld in die stadtplanerische Fachdisziplin eingebrannt, das vorher in kaum nennenswerter Weise von Bedeutung war. Mittlerweile werden die genannten Begriffe (und weitere aus dem zugehörigen Themenfeld) jedoch geradezu inflationär verwendet. Oftmals wird allerdings sowohl in planungspraktischen Alltagsdiskursen, als beispielsweise auch unter Studierenden, mit sehr unscharfen Definitionen und Begriffsabgrenzungen hantiert, was leider immer häufiger dazu führt, dass bestimmte Zusammenhänge (oder auch Nicht-Zusammenhänge) falsch zugeordnet werden.

Der vorliegende Beitrag unternimmt den Versuch, hier etwas Klarheit zu schaffen. Es werden dabei sicherlich keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse vermittelt, es wird auch in keiner Weise ein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben; es wird aber ein Beitrag dazu geleistet, der Stadtumbau-Debatte zu mehr Genauigkeit, und damit auch zu mehr Transparenz zu verhelfen.

Stadtumbau – Was ist das eigentlich?

Dass die gebaute Stadt sich in einem stetigen Wandel befindet und somit auch einem dauerhaften Umbauprozess – einem Stadt-Umbau – ausgesetzt ist, ist eine Binsenweisheit: „Stadtumbau gab und gibt es ständig in jeder Stadt“ (BMVBW/BBR 2003: 8). Dennoch wurde der Begriff „Stadtumbau“ noch bis vor wenigen Jahren, außer im Zusammenhang mit dem aus den 1980er Jahren stammenden Konzept des ‚ökologischen Stadtumbaus’[1], wenig verwendet. Aber bereits im Herbst 2001 war der Begriff – quasi neu interpretiert durch das in Vorbereitung befindliche Bund-Länder-Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ – immerhin bereits für ca. zwei Drittel der Bevölkerung einer ostdeutschen Großstadt zumindest tendenziell geläufig.[2] Dennoch ist der Begriff Stadtumbau bis heute missverständlich und vielfältig interpretierbar: Für die einen ist er lediglich „die bauliche Anpassung und Erneuerung der ostdeutschen Städte im Nachgang der deutschen Wiedervereinigung“,[3] für andere „die Antwort (...) der deutschen Urbanisten auf den weithin unberechenbaren gesellschaftlichen Wandel“ (Bodenschatz 2003), für die Politik schließlich ein „außerordentlich komplexer Strukturwandel (...), der in den betroffenen Städten ein Umsteuern in praktisch jedem Lebensbereich erforderlich macht“ und somit „(...) die zentrale wohnungspolitische und stadtentwicklungspolitische Herausforderung des Jahrzehnts“ (Meyer 2002: 6).[4] Das wirklich Neue und Herausfordernde ist dabei nicht der Umbau der Städte an sich, sondern es sind die Bedingungen, unter denen sich dieser Umbau vollzieht: Es geht – im Unterschied zu bisherigen Erfahrungen der Stadtentwicklung – erstmals in der deutschen Städtebaugeschichte um die systematische Operationalisierung eines Schrumpfungsprozesses mit ökonomischen, rechtlichen und planerischen Instrumenten (vgl. vhw 2003: 9). Als weiteres neues Element des Stadtumbaus zeigt sich die enge Verzahnung städtebaulicher und wohnungswirtschaftlicher Belange: „Einerseits wird die Stadtplanung ökonomisiert, andererseits wird die Abhängigkeit wohnungswirtschaftlicher Strategien von städtebaulichen Konzepten und gesamtstädtischen Entwicklungsperspektiven so deutlich wie seit 100 Jahren nicht mehr“ (ebenda).

Stadtumbau vs. Stadtschrumpfung

Es geht also um die „Schrumpfung“ von Städten, um den dauerhaften Verlust von Einwohnern sowie die anhaltend nachlassende wirtschaftliche Dynamik in vielen Regionen Deutschlands, Europas und der Welt. Die Komplexität dieses Themas „ist bislang nicht einmal in ihren Umrissen gefasst, sämtliche Diskussionen hierzu stehen noch im Stadium tastender Suche“, so der Publizist Wolfgang Kil (2003: 220). Aber machen wir uns nichts vor: Dieses Thema ist eindeutig negativ besetzt. „Im Schrumpfen sieht man eine Gefahr für die Stadt und eine Aufgabe für den Stadtplaner. (...) Das ‚Schrumpfen der Stadt’ ruft nach der rettenden Hand der Fachleute“ (Führ 2003).

Da liegt es nahe, das Stadtumbau-Programm der Bundesregierung als rettenden Anker zu ergreifen. Da es über dieses Programm hinaus bisher – zumindest auf der politisch-planerischen Ebene – keine nennenswerte Reaktion auf die städtischen Schrumpfungsprozesse gibt, wird oftmals der Schrumpfungs- mit dem Stadtumbauprozess gleichgesetzt; und zwar unter jeglicher Missachtung real existenter Wirkungsketten. Denn mindestens gleichrangig zu den städtebaulichen Folgewirkungen der Schrumpfungsprozesse müssen die vielschichtigen Verflechtungen zwischen z.B. demografischen, ökonomischen, sozialen, kulturellen, ökologischen (etc.) Ursachen und Folgewirkungen mit bedacht werden (vgl. dazu ausführlich: Lang / Tenz 2003). Die fachöffentliche Debatte läuft jedoch derzeit vielfach unter dem viel zu kurz greifenden Motto: „Das mit der Schrumpfung der Städte ist ja alles nicht so schlimm, denn es gibt ja jetzt den Stadtumbau. Der wird das schon regeln.“

Das Förderprogramm Stadtumbau-Ost (und in Ansätzen auch die ebenfalls unter dem Schlagwort „Stadtumbau“ firmierende Städtebauförderung in den alten Bundesländern) sind unter stadtplanerischen Gesichtspunkten und unter der Voraussetzung, dass die formulierten Ziele auch wirklich konsequent und gleichwertig angegangen werden,[5] durchaus probate und erfolgversprechende Mittel, auf die städtebaulichen und die wohnungswirtschaftlichen Folgen der städtischen Schrumpfungsprozesse zu reagieren. Nicht weniger und nicht mehr. Für die vielfältigen anderen Ebenen, in denen städtische Schrumpfungsprozesse wirken, kann und will jedoch ein auf investive Förderung ausgerichtetes politisches Programm keine Lösungsvorschläge anbieten. Wenn also die Auseinandersetzung der planenden Zunft mit den städtischen Schrumpfungsprozessen wie folgt kritisiert wird: „Bislang organisieren Planer oft den Abriss, verwalten die Stadt der Übriggebliebenen und setzen insgeheim weiter auf Wachstum“ (Schultz 2004: 58), dann ist diese Kritik zwar prinzipiell richtig, trifft aber die falschen Adressaten. Denn das Stadtumbau-Programm kann lediglich Denkanstöße für eine intensive Auseinandersetzung mit den gravierenden Wandlungsprozessen in den Städten geben. Neben ökonomischen und planerischen sind hier vor allem soziale und kulturelle Strategien gefragt, die mit einer grundsätzlichen Akzeptanz der Schrumpfung in ihrem gesamtgesellschaftlichen Ausmaß einher gehen, denen jedoch in unserer auf Wachstum begründeten Gesellschaft nach wie vor massive Tabus entgegen gebracht werden (vgl. Kil 2003: 220). Der Stadtumbau könnte also somit quasi „zum pragmatischen Vorreiter für den anstehenden Umbau anderer gesellschaftlicher Bereiche von stetigem Wachstum zu mindestens zeitweiser Schrumpfung“ (vhw 2003: 9) werden.

Stadtumbauprogramm vs. Abrissprogramm

Die oben beschriebene Verknüpfung verschiedener disziplinärer Zugänge und unterschiedlicher praktischer Herausforderungen wird im alltäglichen (fach-)öffentlichen Diskurs oftmals unterschlagen bzw. reduziert auf den Aspekt des Wohnungsleerstandes und die daraus resultierenden Abrisse (v.a. von Plattenbauten). Die Stadtsoziologin Christine Hannemann bringt es auf den Punkt: „Der Diskurs (...) folgt – stark vereinfacht – der Formel: Bevölkerungsrückgang = Leerstand = „Platte“ = Rückbau (Abriss)“ (Hannemann 2003: 216). Auch das Bund-Länder-Förderprogramm Stadtumbau Ost wird oftmals auf seine Funktion als „Abrissprogramm Ost“ reduziert, hat aber in seiner ursprünglichen Zielsetzung einen viel weitreichenderen Anspruch: „Das Programm dient der Stabilisierung von durch physischen Verfall und soziale Erosion bedrohten Stadtteilen ebenso wie dem Erhalt der teuer zu sanierenden und aus städtebaulicher Sicht besonders wertvollen innerstädtischen Altbaubestände, die überdurchschnittliche Leerstandsquoten aufweisen. Das Programm wird außerdem einen wirkungsvollen Beitrag zur Verbesserung der wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Sicherung der Funktionsfähigkeit der Wohnungsmärkte leisten, indem sowohl notwendige Rückbau- als auch Instandsetzungs- und Modernisierungsinvestitionen gezielt gefördert werden. Zugleich unterstützt das neue Programm die nachhaltige Stadtentwicklung: Die Innenstädte mit ihrer ausgebauten Infrastruktur werden revitalisiert und der Zersiedelung im Umland entgegengewirkt. Mit dem Programm soll ferner erreicht werden, dass sich die Bürger in ihrer Stadt wohl fühlen und wieder stärker mit ihr identifizieren“ (Kabinettsvorlage 2001: 2).

In der öffentlichen Wahrnehmung und Vermittlung sowie teilweise auch bezüglich seiner tatsächlichen Wirkungen verharrt das Stadtumbau-Programm jedoch tatsächlich auf der Ebene eines flächendeckenden Plattenbauabriss-Programms. So wurde die geplante hälftige Verteilung der Fördermittel auf die Programmbereiche „Rückbau“[6] und Aufwertung beispielsweise im Jahr 2003 im Freistaat Sachsen dahingehend verändert, dass – aufgrund des massiven Drucks der Wohnungsunternehmen – der Anteil der Bundesmittel für Rückbaumaßnahmen auf 77 % erhöht und der Anteil für Aufwertungsmaßnahmen auf 23 % abgesenkt wurde (vgl. SAB o.J.: 13f.). In vielen sächsischen Städten (z.B. in Leipzig und Chemnitz) werden inzwischen auch Altbauten in Größenordnungen abgerissen. Zumindest was den Freistaat Sachsen betrifft, könnte man also durchaus den Eindruck bekommen, dass eigentlich nicht die Fortsetzung des Stadtumbau-Programms, sondern dessen Umwandlung in ein reines Abriss-Programm gewünscht ist. Es soll so viel und so schnell wie möglich alles abgerissen werden, was leer steht. Ob das allein ausreicht, um die Intentionen des Stadtumbau-Programms zu erfüllen, möchte ich an dieser Stelle zumindest stark in Frage stellen.

Auch seitens der Bundesregierung wird leider teilweise das Stadtumbau-Programm hauptsächlich als Abrissprogramm dargestellt. So betonte beispielsweise die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen beim Kongress „Zwei Jahre Stadtumbau Ost“ am 27.11.2003: „Der Umbau der ostdeutschen Städte hat begonnen und gewinnt zunehmend an Dynamik“ und belegt dies mit den Abrisszahlen: „Die Länder haben uns mitgeteilt, dass bereits über 31.000 Wohnungen abgerissen worden sind. Das sind weit mehr als die 12.500 Wohnungen, von denen wir bisher (...) ausgegangen sind“ (Gleicke 2004: 7). Die über den Abriss hinausgehende Aufwertung der Städte will indes nicht so richtig gelingen, weil für die Mittel dieses Programmteils eine Aufstockung aus den kommunalen Haushalten erforderlich ist. Die Städte und Gemeinden sehen sich jedoch angesichts ihrer desolaten Finanzlage immer weniger in der Lage, ihren entsprechenden Eigenanteil einzubringen.

Da verwundert es nicht, dass der Stadtumbau-Experte Michael Bräuer[7] nach zwei Jahren Stadtumbau eine Phase „zwischen Euphorie und Ernüchterung“ konstatiert (Bräuer 2004: 35) und dass eine der zentralen Forderungen der Teilnehmer des Stadtumbaukongresses 2003 darin bestand, darauf zu achten, „dass Alleingänge aus wohnungswirtschaftlichen Interessen heraus vermieden werden“ sondern vielmehr weiterhin „eine Doppelstrategie aus Gebäudeabriss und qualitätvoller Aufwertung auch im Sinne baukultureller Anforderungen“ verfolgt wird (BMVBW / BBR 2004: 41). Solche, in regelmäßigen Abständen immer wieder aufkeimenden Rufe nach einer Qualifizierung der Stadtumbauprozesse[8] belegen, dass mit dem Stadtumbauprogramm im Kern eben lediglich das seinerzeit bereits von der „Leerstandskommission“ geforderte Abrissprogramm (vgl. Kommission 2000: 70 ff.) realisiert wurde.

Abbildung 1: Öffentlichkeitswirksame Nutzung des Begriffs „Stadtumbau“ für die Präsentation von Abrissmaßnahmen im Plattenbaubestand, Quelle: GdW 2002

Wesentlicher Anlass für die Implementierung des Stadtumbauprogramms waren die steigenden Wohnungsleerstände und folgerichtig zielten auch die Regulierungsinstrumentarien nahezu ausschließlich in die wohnungswirtschaftliche Richtung.[9] Der Begriff „Stadtumbau“ – „vorwiegend positiv besetzt und etwas beschönigend“, wie Bräuer (2004: 34; ebenfalls etwas beschönigend) formuliert, wurde erst im Kontext der Arbeit der „Leerstandskommission“ kreiert. Etwa zeitgleich wurde auch die städtebauliche Komponente des Wohnungsleerstandes und somit die (weit über die zuvor dominierende wohnungswirtschaftliche Dimension hinausreichende) übergeordnete Bedeutung der städtischen Schrumpfungsprozesse erkannt und in die Programminhalte aufgenommen. Dennoch wird der nicht primär wohnungswirtschaftlich geprägte Begriff Stadtumbau natürlich auch von wohnungswirtschaftlicher Seite durchaus öffentlichkeitswirksam genutzt, auch wenn damit eigentlich ausschließlich der Abriss von Wohnungen gemeint ist, wie Abbildung 1 beispielhaft zeigt.

Und wenn wir – es bietet sich an dieser Stelle an – schon dabei sind, beschönigende Begriffe kritisch zu reflektieren, soll hier auch nochmals auf das weit verbreitete Ärgernis hingewiesen werden, dass die Begriffe „Abriss“ und „Rückbau“ in der Fachdiskussion oftmals synonym verwendet werden. Es drängt sich dabei der Eindruck auf, dass durch die Benutzung des Begriffs „Rückbau“ die tatsächliche Bedeutung von „Abriss“ – nämlich die endgültige Vernichtung von Bausubstanz – abgeschwächt werden soll. Der Begriff „Rückbau“ sollte deshalb grundsätzlich nur analog zum Begriff „Teilrückbau“ verwendet werden, also nur als Beschreibung für Vorhaben, die eine Wegnahme einzelner Geschosse, also den teilweisen Erhalt der vorhandenen Wohngebäude zum Ziel haben (vgl. auch Haller 2002: 95).

Resümee

Es sind zwei wesentliche Aussagen, die ich zum Abschluss dieses Beitrages festhalten möchte. Beide sind zwar beileibe nicht neu, aber beide werden leider viel zu oft in der aktuellen Diskussion nicht beachtet, was immer häufiger zu Unschärfen und zu Missverständnissen zwischen den am Stadtumbau beteiligten Akteuren beiträgt.

§         Städtischen Schrumpfungsprozessen kann nicht alleine durch Stadtumbau-Maßnahmen begegnet werden. Die Bevölkerungsrückgänge, die nachlassende wirtschaftliche Dynamik sowie die „Deurbanisierung“ (Hannemann 2003: 217) erfassen alle städtischen Lebensbereiche und müssen dementsprechend als gesamtgesellschaftliche Herausforderung angesehen werden.

§         Stadtumbau ist mehr als Abriss von Plattenbauten![10] Der Stadtumbau muss als umfassender Prozess zur Verbesserung der Lebensqualität in schrumpfenden Städten weiter qualifiziert werden. Er muss noch stärker als bisher in seiner Wechselwirkung aus Aufwertungs- und Abrissmaßnahmen verstanden werden.

Viele Städte in Ostdeutschland und anderswo werden weit über die bislang festgesetzte Laufzeit der Stadtumbau-Förderprogramme hinaus grundlegende Strukturveränderungen erfahren. Fragen der Stadtschrumpfung und des Stadtumbaus werden also auch für PlanerInnen mittel- bis langfristig ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Klare, eindeutig abgrenzbare Begriffe sind dabei eine unabdingbare Voraussetzung für die Vermittlung der zugehörigen Inhalte. Oft wird beispielsweise beklagt, der Stadtumbau sei dem „Otto-Normalbürger“ nicht transparent zu vermitteln – vielfach liegt das auch daran, dass die relevanten Akteure selbst nicht in der Lage sind, den Gesamtkontext klar und verständlich zu transportieren.

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Christoph Haller ist seit 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner. Forschungsschwerpunkte sind der wohnungswirtschaftliche Strukturwandel und der Stadtumbau in den neuen Bundesländern. Christoph Haller hat an der Universität Konstanz Verwaltungswissenschaften und an der TU Berlin Stadt- und Regionalplanung studiert.

Literatur

[BMVBW / BBR 2003] Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen / Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): Auswertung des Bundeswettbewerbs „Stadtumbau Ost“ – für lebenswerte Städte und attraktives Wohnen. Bonn, 2003.

[BMVBW / BBR 2004] Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen / Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): Dokumentation zum Kongress „Zwei Jahre Stadtumbau Ost“ am 27. November 2003 in Berlin. Berlin, 2004.

Bodenschatz, Harald: Perspektiven des Stadtumbaus. In: Architektur aktuell, 6/2003. Fundstelle: http://www.ceunet.de/stadtumbau.htm

Bräuer, Michael: Stadtumbau als Chance – Anforderungen an Stadtplanung und Architektur, in: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen / Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): Dokumentation zum Kongress „Zwei Jahre Stadtumbau Ost“ am 27. November 2003 in Berlin. Berlin, 2004, S. 34-40.

Führ, Eduard: Ja, können Städte denn schrumpfen? In: Wolkenkuckucksheim 1/2003. Fundstelle: http://www.tu-cottbus.de/BTU/Fak2/TheoArch/Wolke/deu/Themen/031/Fuehr/fuehr.htm

[GdW 2002] GdW Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen e.V.: Gelingt der Stadtumbau Ost? Zweiter Leerstandskongress von GdW und Deutscher Städtetag. Dokumentation auf CD-Rom, Berlin, 2002.

Gleicke, Iris: Stadtumbau Ost – wo stehen wir, wo wollen wir hin? In: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen / Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): Dokumentation zum Kongress „Zwei Jahre Stadtumbau Ost“ am 27. November 2003 in Berlin. Berlin, 2004, S. 7-10.

Haller, Christoph: Leerstand im Plattenbau. Ausmaß, Ursachen, Gegenstrategien, Berlin, 2002.

Haller, Christoph / Rietdorf, Werner: Baukultur im Stadtumbauprozess. Erkner, 2003.

Hannemann, Christine: Stadtentwicklung ohne Wirtschaftswachstum: Was verursacht schrumpfende Städte in Ostdeutschland? In: Bauer-Volke, Kristina / Dietzsch, Ina: Labor Ostdeutschland. Herausgegeben von der Kulturstiftung des Bundes, o.O., 2003, S. 209-218.

[isw 2002] Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Halle-Leipzig e.V. (Hrsg.): Netzwerk Wohnen in Halle. Netzwerkbrief Nr. 9, April 2002. Halle (Saale), 2002.

[Kabinettsvorlage 2001] Initiative der Bundesregierung zur Verbesserung der Stadt- und Wohnungsmarktentwicklung in den neuen Ländern. Kabinettsvorlage vom 15.8.2001. Fundstelle: http://www.stadtumbau-ost.info/programm/Programm_Stadtumbau_Ost_Kabinettsvorlage_150801.pdf

Kil, Wolfgang: Stilllegungsprämie. Planerische Strategien, kulturelle Erfahrungen und Perspektiven in den schrumpfenden Städten Ostdeutschlands. In: Bauer-Volke, Kristina / Dietzsch, Ina: Labor Ostdeutschland. Herausgegeben von der Kulturstiftung des Bundes, o.O., 2003, S. 219-227.

Lang, Thilo / Tenz, Eric: Von der schrumpfenden Stadt zur Lean City. Prozesse und Auswirkungen der Stadtschrumpfung in Ostdeutschland und deren Bewältigung. Dortmund 2003.

Meyer, Hartmut: Vorwort. In: Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg (Hrsg.): Öffentlichkeitsarbeit und Bewohnerbeteiligung im Stadtumbau. Potsdam, 2002.

[SAB o.J.] Sächsische Aufbaubank (Hrsg.): Monitoring Wohnungswirtschaft 2003, Dresden, o.J.

Schmidt, Reiner: Auf dem Weg zur Stadtumbaukultur? In: Die Wohnungswirtschaft 3/2003, S. 34-35.

Schultz, Henrik: Stadt als Sukzessionsform. In: Planerin 1/2004, S. 58-60.

[vhw 2003] VHW – Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e.V.: Stadtumbau Ost / West. Ergebnisbericht der interdisziplinären Arbeitsgruppe des vhw - Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e.V. Berlin, 2003.



[1]  Als Vertreter dieses Konzeptes ist vor allem der Architekt und Stadtplaner Eckhard Hahn (z.Zt. Uni Dortmund) bekannt. Er hat zahlreiche Forschungsarbeiten zu diesem Thema veröffentlicht (vgl. http://www.raumplanung.uni-dortmund.de/ves/Personen/Hahn/ver_eh.html).

[2]  Ein Drittel der Befragten bei einer nicht repräsentativen Umfrage in Halle (Saale) konnte im Herbst 2001 mit dem Begriff „Stadtumbau“ überhaupt nichts anfangen, weitere gut 30 Prozent verbanden damit in erster Linie den Abriss von Wohnungen (vgl. zu dieser inhaltlichen Reduzierung des Begriffs im weiteren Verlauf des vorliegenden Beitrages). Die übrigen konnten den Begriff zwar richtig zuordnen, fühlten sich jedoch über das Thema insgesamt zu wenig informiert (vgl. isw 2002: 1).

[3]  Erklärung des Begriffs „Stadtumbau“ auf der Homepage der Stadt Halle (Saale) (Fundstelle: http://www.halle.de/index.asp?MenuID=1011).

[4]  Hartmut Meyer war seinerzeit Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg.

[5]  vgl. dazu im weiteren Verlauf des vorliegenden Beitrages im folgenden Kapitel „Stadtumbauprogramm vs. Abrissprogramm“

[6]  vgl. die Ausführungen zur Abgrenzung der Begriffe „Rückbau“ und „Abriss“ im weiteren Verlauf dieses Textes.

[7]  Bräuer war Mitglied der sog. „Leerstandskommission“ (Expertenkommission „Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Ländern“), die im Jahr 2000 mit ihren Empfehlungen die Grundlagen für das Programm Stadtumbau-Ost legte sowie Vorsitzender der Jury zum Wettbewerb für integrierte Stadtentwicklungskonzepte im Rahmen des Stadtumbau-Programms im Jahr 2002.

[8]  vgl. dazu z.B. auch Haller / Rietdorf 2003 sowie Schmidt 2003

[9]  Und selbst in diesem Segment ist eine starke Konzentration auf Abriss von Wohnraum festzustellen: Andere im Rahmen des Stadtumbauprogramms vorgesehenen Strategien, wie beispielsweise die Förderung von Maßnahmen zur Wohneigentumsbildung in innerstädtischen Altbauquartieren, spielen kaum eine Rolle: in Sachsen gab es z.B. bis einschließlich 31.12.2003 lediglich 32 Anträge auf Innenstadtzulage (vgl. SAB o.J.: 14). Auf die Diskussion zur Abschaffung der Eigenheimzulage soll in diesem Zusammenhang nicht weiter eingegangen werden.

[10] „Eine ‚Null-Option’, d.h. die Weigerung, sich mit diesem Problem auseinander zu setzen und sich für Handlungen zu entscheiden, die über den simplen Abriss von Plattenbauten hinausreichen, ist politisch, ökonomisch, kommunal und vor allem sozial nicht mehr akzeptabel“ (Hannemann 2003: 217).

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Dies ist ein Dokument der Seite www.schrumpfende-stadt.de
Erstelldatum: 03. Mai 2004
Autor: Christoph Haller