| Plädoyer
für klare Begrifflichkeiten im Stadtumbauprozess
Der vorliegende Beitrag unternimmt den Versuch, hier
etwas Klarheit zu schaffen. Es werden dabei sicherlich keine bahnbrechenden
neuen Erkenntnisse vermittelt, es wird auch in keiner Weise ein Anspruch
auf Vollständigkeit erhoben; es wird aber ein Beitrag dazu geleistet,
der Stadtumbau-Debatte zu mehr Genauigkeit, und damit auch zu mehr
Transparenz zu verhelfen. Dass die gebaute Stadt sich in einem stetigen Wandel
befindet und somit auch einem dauerhaften Umbauprozess einem
Stadt-Umbau ausgesetzt ist, ist eine Binsenweisheit: Stadtumbau
gab und gibt es ständig in jeder Stadt (BMVBW/BBR 2003: 8).
Dennoch wurde der Begriff Stadtumbau noch bis vor wenigen
Jahren, außer im Zusammenhang mit dem aus den 1980er Jahren stammenden
Konzept des ökologischen Stadtumbaus[1],
wenig verwendet. Aber bereits im Herbst 2001 war der Begriff
quasi neu interpretiert durch das in Vorbereitung befindliche Bund-Länder-Förderprogramm
Stadtumbau Ost immerhin bereits für ca. zwei Drittel
der Bevölkerung einer ostdeutschen Großstadt zumindest tendenziell
geläufig.[2]
Dennoch ist der Begriff Stadtumbau bis heute missverständlich und
vielfältig interpretierbar: Für die einen ist er lediglich die
bauliche Anpassung und Erneuerung der ostdeutschen Städte im Nachgang
der deutschen Wiedervereinigung,[3] für andere
die Antwort (...) der deutschen Urbanisten auf den weithin unberechenbaren
gesellschaftlichen Wandel (Bodenschatz 2003), für die Politik
schließlich ein außerordentlich komplexer Strukturwandel (...),
der in den betroffenen Städten ein Umsteuern in praktisch jedem Lebensbereich
erforderlich macht und somit (...) die zentrale wohnungspolitische
und stadtentwicklungspolitische Herausforderung des Jahrzehnts
(Meyer 2002: 6).[4]
Das wirklich Neue und Herausfordernde ist dabei nicht der Umbau der
Städte an sich, sondern es sind die Bedingungen, unter denen sich
dieser Umbau vollzieht: Es geht im Unterschied zu bisherigen
Erfahrungen der Stadtentwicklung erstmals in der deutschen
Städtebaugeschichte um die systematische Operationalisierung eines
Schrumpfungsprozesses mit ökonomischen, rechtlichen und planerischen
Instrumenten (vgl. vhw 2003: 9). Als weiteres neues Element des Stadtumbaus
zeigt sich die enge Verzahnung städtebaulicher und wohnungswirtschaftlicher
Belange: Einerseits wird die Stadtplanung ökonomisiert, andererseits
wird die Abhängigkeit wohnungswirtschaftlicher Strategien von städtebaulichen
Konzepten und gesamtstädtischen Entwicklungsperspektiven so deutlich
wie seit 100 Jahren nicht mehr (ebenda). Es geht also um die Schrumpfung von Städten,
um den dauerhaften Verlust von Einwohnern sowie die anhaltend nachlassende
wirtschaftliche Dynamik in vielen Regionen Deutschlands, Europas und
der Welt. Die Komplexität dieses Themas ist bislang nicht einmal
in ihren Umrissen gefasst, sämtliche Diskussionen hierzu stehen noch
im Stadium tastender Suche, so der Publizist Wolfgang Kil (2003:
220). Aber machen wir uns nichts vor: Dieses Thema ist eindeutig negativ
besetzt. Im Schrumpfen sieht man eine Gefahr für die Stadt und
eine Aufgabe für den Stadtplaner. (...) Das Schrumpfen der Stadt
ruft nach der rettenden Hand der Fachleute (Führ 2003). Da liegt es nahe, das Stadtumbau-Programm der Bundesregierung
als rettenden Anker zu ergreifen. Da es über dieses Programm hinaus
bisher zumindest auf der politisch-planerischen Ebene
keine nennenswerte Reaktion auf die städtischen Schrumpfungsprozesse
gibt, wird oftmals der Schrumpfungs- mit dem Stadtumbauprozess gleichgesetzt;
und zwar unter jeglicher Missachtung real existenter Wirkungsketten.
Denn mindestens gleichrangig zu den städtebaulichen Folgewirkungen
der Schrumpfungsprozesse müssen die vielschichtigen Verflechtungen
zwischen z.B. demografischen, ökonomischen, sozialen, kulturellen,
ökologischen (etc.) Ursachen und Folgewirkungen mit bedacht werden
(vgl. dazu ausführlich: Lang / Tenz 2003). Die fachöffentliche Debatte
läuft jedoch derzeit vielfach unter dem viel zu kurz greifenden Motto:
Das mit der Schrumpfung der Städte ist ja alles nicht so schlimm,
denn es gibt ja jetzt den Stadtumbau. Der wird das schon regeln. Das Förderprogramm Stadtumbau-Ost (und in Ansätzen
auch die ebenfalls unter dem Schlagwort Stadtumbau firmierende
Städtebauförderung in den alten Bundesländern) sind unter stadtplanerischen
Gesichtspunkten und unter der Voraussetzung, dass die formulierten
Ziele auch wirklich konsequent und gleichwertig angegangen werden,[5]
durchaus probate und erfolgversprechende Mittel, auf die städtebaulichen
und die wohnungswirtschaftlichen Folgen der städtischen
Schrumpfungsprozesse zu reagieren. Nicht weniger und nicht mehr. Für
die vielfältigen anderen Ebenen, in denen städtische Schrumpfungsprozesse
wirken, kann und will jedoch ein auf investive Förderung ausgerichtetes
politisches Programm keine Lösungsvorschläge anbieten. Wenn also die
Auseinandersetzung der planenden Zunft mit den städtischen Schrumpfungsprozessen
wie folgt kritisiert wird: Bislang organisieren Planer oft den
Abriss, verwalten die Stadt der Übriggebliebenen und setzen insgeheim
weiter auf Wachstum (Schultz 2004: 58), dann ist diese Kritik
zwar prinzipiell richtig, trifft aber die falschen Adressaten. Denn
das Stadtumbau-Programm kann lediglich Denkanstöße für eine intensive
Auseinandersetzung mit den gravierenden Wandlungsprozessen in den
Städten geben. Neben ökonomischen und planerischen sind hier vor allem
soziale und kulturelle Strategien gefragt, die mit einer grundsätzlichen
Akzeptanz der Schrumpfung in ihrem gesamtgesellschaftlichen Ausmaß
einher gehen, denen jedoch in unserer auf Wachstum begründeten Gesellschaft
nach wie vor massive Tabus entgegen gebracht werden (vgl. Kil 2003:
220). Der Stadtumbau könnte also somit quasi zum pragmatischen
Vorreiter für den anstehenden Umbau anderer gesellschaftlicher Bereiche
von stetigem Wachstum zu mindestens zeitweiser Schrumpfung (vhw
2003: 9) werden. Die oben beschriebene Verknüpfung verschiedener disziplinärer
Zugänge und unterschiedlicher praktischer Herausforderungen wird im
alltäglichen (fach-)öffentlichen Diskurs oftmals unterschlagen bzw.
reduziert auf den Aspekt des Wohnungsleerstandes und die daraus resultierenden
Abrisse (v.a. von Plattenbauten). Die Stadtsoziologin Christine Hannemann
bringt es auf den Punkt: Der Diskurs (...) folgt stark
vereinfacht der Formel: Bevölkerungsrückgang = Leerstand =
Platte = Rückbau (Abriss) (Hannemann 2003: 216).
Auch das Bund-Länder-Förderprogramm Stadtumbau Ost wird oftmals auf
seine Funktion als Abrissprogramm Ost reduziert, hat aber
in seiner ursprünglichen Zielsetzung einen viel weitreichenderen Anspruch:
Das Programm dient der Stabilisierung von
durch physischen Verfall und soziale Erosion bedrohten Stadtteilen
ebenso wie dem Erhalt der teuer zu sanierenden und aus städtebaulicher
Sicht besonders wertvollen innerstädtischen Altbaubestände, die überdurchschnittliche
Leerstandsquoten aufweisen. Das Programm wird außerdem einen wirkungsvollen
Beitrag zur Verbesserung der wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen
und zur Sicherung der Funktionsfähigkeit der Wohnungsmärkte leisten,
indem sowohl notwendige Rückbau- als auch Instandsetzungs- und Modernisierungsinvestitionen
gezielt gefördert werden. Zugleich unterstützt das neue Programm die
nachhaltige Stadtentwicklung: Die Innenstädte mit ihrer ausgebauten
Infrastruktur werden revitalisiert und der Zersiedelung im Umland
entgegengewirkt. Mit dem Programm soll ferner erreicht werden, dass
sich die Bürger in ihrer Stadt wohl fühlen und wieder stärker mit
ihr identifizieren (Kabinettsvorlage 2001: 2). In der öffentlichen Wahrnehmung und Vermittlung sowie
teilweise auch bezüglich seiner tatsächlichen Wirkungen verharrt das
Stadtumbau-Programm jedoch tatsächlich auf der Ebene eines flächendeckenden
Plattenbauabriss-Programms. So wurde die geplante hälftige Verteilung
der Fördermittel auf die Programmbereiche Rückbau[6]
und Aufwertung beispielsweise im Jahr 2003 im Freistaat Sachsen dahingehend
verändert, dass aufgrund des massiven Drucks der Wohnungsunternehmen
der Anteil der Bundesmittel für Rückbaumaßnahmen auf 77 %
erhöht und der Anteil für Aufwertungsmaßnahmen auf 23 % abgesenkt
wurde (vgl. SAB o.J.: 13f.). In vielen sächsischen Städten (z.B. in
Leipzig und Chemnitz) werden inzwischen auch Altbauten in Größenordnungen
abgerissen. Zumindest was den Freistaat Sachsen betrifft, könnte man
also durchaus den Eindruck bekommen, dass eigentlich nicht die Fortsetzung
des Stadtumbau-Programms, sondern dessen Umwandlung in ein reines
Abriss-Programm gewünscht ist. Es soll so viel und so schnell wie
möglich alles abgerissen werden, was leer steht. Ob das allein ausreicht,
um die Intentionen des Stadtumbau-Programms zu erfüllen, möchte ich
an dieser Stelle zumindest stark in Frage stellen. Auch seitens der Bundesregierung wird leider teilweise
das Stadtumbau-Programm hauptsächlich als Abrissprogramm dargestellt.
So betonte beispielsweise die parlamentarische Staatssekretärin im
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen beim Kongress
Zwei Jahre Stadtumbau Ost am 27.11.2003: Der Umbau
der ostdeutschen Städte hat begonnen und gewinnt zunehmend an Dynamik
und belegt dies mit den Abrisszahlen: Die Länder haben uns mitgeteilt,
dass bereits über 31.000 Wohnungen abgerissen worden sind. Das sind
weit mehr als die 12.500 Wohnungen, von denen wir bisher (...) ausgegangen
sind (Gleicke 2004: 7). Die über den Abriss hinausgehende Aufwertung
der Städte will indes nicht so richtig gelingen, weil für die Mittel
dieses Programmteils eine Aufstockung aus den kommunalen Haushalten
erforderlich ist. Die Städte und Gemeinden sehen sich jedoch angesichts
ihrer desolaten Finanzlage immer weniger in der Lage, ihren entsprechenden
Eigenanteil einzubringen. Da verwundert es nicht, dass der Stadtumbau-Experte
Michael Bräuer[7]
nach zwei Jahren Stadtumbau eine Phase zwischen Euphorie und
Ernüchterung konstatiert (Bräuer 2004: 35) und dass eine der
zentralen Forderungen der Teilnehmer des Stadtumbaukongresses 2003
darin bestand, darauf zu achten, dass Alleingänge aus wohnungswirtschaftlichen
Interessen heraus vermieden werden sondern vielmehr weiterhin
eine Doppelstrategie aus Gebäudeabriss und qualitätvoller Aufwertung
auch im Sinne baukultureller Anforderungen verfolgt wird (BMVBW
/ BBR 2004: 41). Solche, in regelmäßigen Abständen immer wieder aufkeimenden
Rufe nach einer Qualifizierung der Stadtumbauprozesse[8]
belegen, dass mit dem Stadtumbauprogramm im Kern eben lediglich das
seinerzeit bereits von der Leerstandskommission geforderte
Abrissprogramm (vgl. Kommission 2000: 70 ff.) realisiert wurde. Abbildung 1: Öffentlichkeitswirksame Nutzung des Begriffs Stadtumbau
für die Präsentation von Abrissmaßnahmen im Plattenbaubestand, Quelle:
GdW 2002 Wesentlicher Anlass für die Implementierung des Stadtumbauprogramms
waren die steigenden Wohnungsleerstände und folgerichtig zielten auch
die Regulierungsinstrumentarien nahezu ausschließlich in die wohnungswirtschaftliche
Richtung.[9]
Der Begriff Stadtumbau vorwiegend positiv
besetzt und etwas beschönigend, wie Bräuer (2004: 34; ebenfalls
etwas beschönigend) formuliert, wurde erst im Kontext der Arbeit der
Leerstandskommission kreiert. Etwa zeitgleich wurde auch
die städtebauliche Komponente des Wohnungsleerstandes und somit die
(weit über die zuvor dominierende wohnungswirtschaftliche Dimension
hinausreichende) übergeordnete Bedeutung der städtischen Schrumpfungsprozesse
erkannt und in die Programminhalte aufgenommen. Dennoch wird der nicht
primär wohnungswirtschaftlich geprägte Begriff Stadtumbau natürlich
auch von wohnungswirtschaftlicher Seite durchaus öffentlichkeitswirksam
genutzt, auch wenn damit eigentlich ausschließlich der Abriss von
Wohnungen gemeint ist, wie Abbildung 1 beispielhaft zeigt. Und wenn wir es bietet sich an dieser Stelle
an schon dabei sind, beschönigende Begriffe kritisch zu reflektieren,
soll hier auch nochmals auf das weit verbreitete Ärgernis hingewiesen
werden, dass die Begriffe Abriss und Rückbau
in der Fachdiskussion oftmals synonym verwendet werden. Es drängt
sich dabei der Eindruck auf, dass durch die Benutzung des Begriffs
Rückbau die tatsächliche Bedeutung von Abriss
nämlich die endgültige Vernichtung von Bausubstanz abgeschwächt
werden soll. Der Begriff Rückbau sollte deshalb grundsätzlich
nur analog zum Begriff Teilrückbau verwendet werden, also
nur als Beschreibung für Vorhaben, die eine Wegnahme einzelner Geschosse,
also den teilweisen Erhalt der vorhandenen Wohngebäude zum Ziel haben
(vgl. auch Haller 2002: 95). Es sind zwei wesentliche Aussagen, die ich zum Abschluss
dieses Beitrages festhalten möchte. Beide sind zwar beileibe nicht
neu, aber beide werden leider viel zu oft in der aktuellen Diskussion
nicht beachtet, was immer häufiger zu Unschärfen und zu Missverständnissen
zwischen den am Stadtumbau beteiligten Akteuren beiträgt. §
Städtischen
Schrumpfungsprozessen kann nicht alleine durch Stadtumbau-Maßnahmen
begegnet werden. Die Bevölkerungsrückgänge, die nachlassende wirtschaftliche
Dynamik sowie die Deurbanisierung (Hannemann 2003: 217)
erfassen alle städtischen Lebensbereiche und müssen dementsprechend
als gesamtgesellschaftliche Herausforderung angesehen werden. §
Stadtumbau
ist mehr als Abriss von Plattenbauten![10]
Der Stadtumbau muss als umfassender Prozess zur Verbesserung der Lebensqualität
in schrumpfenden Städten weiter qualifiziert werden. Er muss noch
stärker als bisher in seiner Wechselwirkung aus Aufwertungs- und Abrissmaßnahmen
verstanden werden. Viele Städte in Ostdeutschland und anderswo werden
weit über die bislang festgesetzte Laufzeit der Stadtumbau-Förderprogramme
hinaus grundlegende Strukturveränderungen erfahren. Fragen der Stadtschrumpfung
und des Stadtumbaus werden also auch für PlanerInnen mittel- bis langfristig
ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Klare, eindeutig abgrenzbare
Begriffe sind dabei eine unabdingbare Voraussetzung für die Vermittlung
der zugehörigen Inhalte. Oft wird beispielsweise beklagt, der Stadtumbau
sei dem Otto-Normalbürger nicht transparent zu vermitteln
vielfach liegt das auch daran, dass die relevanten Akteure
selbst nicht in der Lage sind, den Gesamtkontext klar und verständlich
zu transportieren. Christoph Haller
ist seit 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Regionalentwicklung
und Strukturplanung (IRS) in Erkner. Forschungsschwerpunkte sind der
wohnungswirtschaftliche Strukturwandel und der Stadtumbau in den neuen
Bundesländern. Christoph Haller hat an der Universität Konstanz Verwaltungswissenschaften
und an der TU Berlin Stadt- und Regionalplanung studiert. [BMVBW / BBR 2003] Bundesministerium für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen / Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.):
Auswertung des Bundeswettbewerbs Stadtumbau Ost
für lebenswerte Städte und attraktives Wohnen. Bonn, 2003. Bodenschatz, Harald: Perspektiven des Stadtumbaus.
In: Architektur aktuell, 6/2003. Fundstelle: http://www.ceunet.de/stadtumbau.htm Bräuer, Michael: Stadtumbau als Chance Anforderungen
an Stadtplanung und Architektur, in: Bundesministerium für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen / Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.):
Dokumentation zum Kongress Zwei Jahre Stadtumbau Ost am
27. November 2003 in Berlin. Berlin, 2004, S. 34-40. Führ, Eduard: Ja, können Städte denn schrumpfen?
In: Wolkenkuckucksheim 1/2003. Fundstelle: http://www.tu-cottbus.de/BTU/Fak2/TheoArch/Wolke/deu/Themen/031/Fuehr/fuehr.htm [GdW 2002] GdW Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen
e.V.: Gelingt der Stadtumbau Ost? Zweiter Leerstandskongress von GdW
und Deutscher Städtetag. Dokumentation auf CD-Rom, Berlin, 2002. Gleicke, Iris: Stadtumbau Ost wo stehen wir,
wo wollen wir hin? In: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
/ Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): Dokumentation zum
Kongress Zwei Jahre Stadtumbau Ost am 27. November 2003
in Berlin. Berlin, 2004, S. 7-10. Haller, Christoph: Leerstand im Plattenbau. Ausmaß,
Ursachen, Gegenstrategien, Berlin, 2002. Haller, Christoph / Rietdorf, Werner: Baukultur im
Stadtumbauprozess. Erkner, 2003. Hannemann, Christine: Stadtentwicklung ohne Wirtschaftswachstum:
Was verursacht schrumpfende Städte in Ostdeutschland? In: Bauer-Volke,
Kristina / Dietzsch, Ina: Labor Ostdeutschland. Herausgegeben von
der Kulturstiftung des Bundes, o.O., 2003, S. 209-218. [isw 2002] Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung
Halle-Leipzig e.V. (Hrsg.): Netzwerk Wohnen in Halle. Netzwerkbrief
Nr. 9, April 2002. Halle (Saale), 2002. [Kabinettsvorlage 2001] Initiative der Bundesregierung
zur Verbesserung der Stadt- und Wohnungsmarktentwicklung in den neuen
Ländern. Kabinettsvorlage vom 15.8.2001. Fundstelle: http://www.stadtumbau-ost.info/programm/Programm_Stadtumbau_Ost_Kabinettsvorlage_150801.pdf
Kil, Wolfgang: Stilllegungsprämie. Planerische Strategien,
kulturelle Erfahrungen und Perspektiven in den schrumpfenden Städten
Ostdeutschlands. In: Bauer-Volke, Kristina / Dietzsch, Ina: Labor
Ostdeutschland. Herausgegeben von der Kulturstiftung des Bundes, o.O.,
2003, S. 219-227. Lang, Thilo / Tenz, Eric: Von der schrumpfenden Stadt
zur Lean City. Prozesse und Auswirkungen der Stadtschrumpfung in Ostdeutschland
und deren Bewältigung. Dortmund 2003. Meyer, Hartmut: Vorwort. In: Ministerium für Stadtentwicklung,
Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg (Hrsg.): Öffentlichkeitsarbeit
und Bewohnerbeteiligung im Stadtumbau. Potsdam, 2002. [SAB o.J.]
Sächsische Aufbaubank (Hrsg.): Monitoring Wohnungswirtschaft
2003, Dresden, o.J. Schmidt, Reiner: Auf dem Weg zur Stadtumbaukultur?
In: Die Wohnungswirtschaft 3/2003, S. 34-35. Schultz, Henrik: Stadt als Sukzessionsform. In: Planerin
1/2004, S. 58-60. [vhw 2003] VHW Bundesverband für Wohneigentum
und Stadtentwicklung e.V.: Stadtumbau Ost / West. Ergebnisbericht
der interdisziplinären Arbeitsgruppe des vhw - Bundesverband für Wohneigentum
und Stadtentwicklung e.V. Berlin, 2003. [1] Als Vertreter dieses Konzeptes ist vor allem
der Architekt und Stadtplaner Eckhard Hahn (z.Zt. Uni Dortmund)
bekannt. Er hat zahlreiche Forschungsarbeiten zu diesem Thema veröffentlicht
(vgl. http://www.raumplanung.uni-dortmund.de/ves/Personen/Hahn/ver_eh.html). [2] Ein Drittel der Befragten bei einer nicht repräsentativen
Umfrage in Halle (Saale) konnte im Herbst 2001 mit dem Begriff Stadtumbau
überhaupt nichts anfangen, weitere gut 30 Prozent verbanden damit
in erster Linie den Abriss von Wohnungen (vgl. zu dieser inhaltlichen
Reduzierung des Begriffs im weiteren Verlauf des vorliegenden Beitrages).
Die übrigen konnten den Begriff zwar richtig zuordnen, fühlten sich
jedoch über das Thema insgesamt zu wenig informiert (vgl. isw 2002:
1). [3] Erklärung des Begriffs Stadtumbau
auf der Homepage der Stadt Halle (Saale) (Fundstelle: http://www.halle.de/index.asp?MenuID=1011). [4] Hartmut Meyer war seinerzeit Minister für Stadtentwicklung,
Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg. [5] vgl. dazu im weiteren Verlauf des vorliegenden
Beitrages im folgenden Kapitel Stadtumbauprogramm vs. Abrissprogramm [6] vgl. die Ausführungen zur Abgrenzung der Begriffe
Rückbau und Abriss im weiteren Verlauf dieses
Textes. [7] Bräuer war Mitglied der sog. Leerstandskommission
(Expertenkommission Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel
in den neuen Ländern), die im Jahr 2000 mit ihren Empfehlungen
die Grundlagen für das Programm Stadtumbau-Ost legte sowie Vorsitzender
der Jury zum Wettbewerb für integrierte Stadtentwicklungskonzepte
im Rahmen des Stadtumbau-Programms im Jahr 2002. [8] vgl. dazu z.B. auch Haller / Rietdorf 2003 sowie
Schmidt 2003 [9] Und selbst in diesem Segment ist eine starke
Konzentration auf Abriss von Wohnraum festzustellen: Andere im Rahmen
des Stadtumbauprogramms vorgesehenen Strategien, wie beispielsweise
die Förderung von Maßnahmen zur Wohneigentumsbildung in innerstädtischen
Altbauquartieren, spielen kaum eine Rolle: in Sachsen gab es z.B.
bis einschließlich 31.12.2003 lediglich 32 Anträge auf Innenstadtzulage
(vgl. SAB o.J.: 14). Auf die Diskussion zur Abschaffung der Eigenheimzulage
soll in diesem Zusammenhang nicht weiter eingegangen werden. [10] Eine Null-Option, d.h. die Weigerung,
sich mit diesem Problem auseinander zu setzen und sich für Handlungen
zu entscheiden, die über den simplen Abriss von Plattenbauten hinausreichen,
ist politisch, ökonomisch, kommunal und vor allem sozial nicht mehr
akzeptabel (Hannemann 2003: 217). |
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| Dies ist
ein Dokument der Seite www.schrumpfende-stadt.de Erstelldatum: 03. Mai 2004 Autor: Christoph Haller |