Editorial
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
mit dem Jahreswechsel werden wir unser komplettes Angebot - Internetplattform,
Newsletter und Online-Magazin - neu strukturieren. Ab 2004 erscheint das
Magazin unter dem Titel "Städte im Umbruch" drei mal im Jahr zu festen
Terminen. Der Newsletter "schrumpfende-stadt / stadtumbau-ost", den wir
bisher immer parallel zum Magazin herausgegeben haben, erscheint künftig
sechs mal im Jahr, ebenfalls zu festen Terminen. So können wir im Newsletter
mehr Aktualität und im Magazin "Städte im Umbruch"
eine noch größere Tiefe und Fundierung der Beiträge bieten. Insgesamt werden
wir damit die Qualität beider Angebote erheblich verbessern und stärker
an Ihren Bedürfnissen orientieren.
Das Magazin wird in Zukunft neben einem freien Teil durch Themenausgaben
bestimmt. Spätestens im jeweiligen dem Erscheinungsdatum von "Städte
im Umbruch" vorausgehenden Newsletter rufen wir dazu in einem offenen
Verfahren zur Mitwirkung auf und laden darüber hinaus ausgewählte Fachleute
zu Beiträgen ein (call for papers). Frei eingesandte Manuskripte und Anregungen
jeglicher Art sind natürlich weiterhin jederzeit willkommen!
Die erste Ausgabe von "Städte im Umbruch" erscheint am 3. Mai 2004,
Redaktionsschluss ist der 19. April 2004. Das Thema und den call for papers
erhalten Sie mit der nächsten Ausgabe des Newsletters schrumpfende-stadt
/ stadtumbau-ost am 3. März 2004.
Zunächst aber viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe und eine besinnliche
und ruhige Advents- und Weihnachtszeit!
Ihre Thilo Lang und Eric
Tenz
Inhalt
Kehrtwende in der Stadtentwicklung - Ostdeutschland als Laboratorium
für eine alternative Urbanität?
Kohls „blühende Landschaften“ waren bis weit in die 90er Jahre die
Leitvorstellung auch in der Stadtentwicklungspolitik. Die langfristigen
Wachstumshoffnungen jedoch stellten sich als unrealistisch heraus. Viele
Maßnahmen, wie der damals hochsubventionierte Bau von Shoppingcentern
und überdimensionierten Gewerbegebieten auf der grünen Wiese, haben sich
mittlerweile vielerorts als kontraproduktiv für die Entwicklung der Städte
und ihrer Zentren erwiesen (vgl. Häußermann 1999). Das Schicksal der Städte
scheint somit beispielhaft für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung
Ostdeutschlands in den letzten Jahren: Auf breiter Ebene wird nun ein
Paradigmenwechsel vom Wachstums- zum Schrumpfungsmanagement erforderlich.
Alternative Wege müssen beschritten werden, um eine neue ökonomische und
gesellschaftliche Basis herauszubilden.
In diesem Beitrag von Achim Schröer, Sascha Vogler und Thilo Lang werden
– bezogen auf die Situation in Ostdeutschland – die Ursachen, Hintergründe
und Folgen des Schrumpfungsprozesses dargelegt, die kommunalpolitische
Karriere das Themas in den letzten Jahren und aktuelle sozialräumliche
Ansätze beschrieben und diskutiert. --> mehr
Schrumpfende Städte – eine Annäherung
Zahlreiche VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis der Arbeitsfelder
Stadtplanung, Architektur und Wohnungswesen diskutieren und publizieren
seit geraumer Zeit über schrumpfende Städte, wobei nur sehr wenige Beiträge
erkennen lassen, welche exakte Definition eigentlich jeweils mit der Verwendung
dieses Begriffes verbunden wird. Eine Reduzierung auf den Faktor negative
Bevölkerungsentwicklung greift wesentlich zu kurz bzw. lässt nur eine
oberflächliche Behandlung des Themas zu und wird der umfassenden Problemlage
vor Ort nicht gerecht.
Der Beitrag von Thilo Lang unternimmt eine Eingrenzung des Begriffes der
schrumpfenden Stadt, versucht eine Typisierung und schlägt vor, welche
Aspekte verstärkt Gegenstand der Debatte sein sollten. -->
mehr
Zwei Jahre Stadtumbau-Ost - Wie geht es noch besser?
Beate Glöckner über den gleichnamigen Kongress, der am 27. November
in Berlin eine Zwischenbilanz der Programmes Stadtumbau-Ost versuchte.
--> mehr
Freiraumentwicklung in der fragmentierten Stadt. Am Beispiel Stassfurt
Infolge der Schrumpfungsprozesse lösen sich die ehemals kompakten Strukturen
in den Zentren der ostdeutschen Städte auf, bei gleichzeitigem Wachstum
an ihren Rändern. Die Stadt wird mehr und mehr zum Patchwork, d.h. die
räumliche und qualitative, aber auch die soziale Differenzierung des Stadtgefüges
nimmt zu. Ein Aspekt der fortschreitenden Fragmentierung ist die Zunahme
von ungenutzten Flächen innerhalb und zwischen den unterschiedlichen Siedlungsräumen.
Neben den komplexen ökonomischen, wohnungswirtschaftlichen und infrastrukturellen
Problemen, die durch die Schrumpfungsprozesse ausgelöst werden, stellt
sich die Frage nach dem Umgang mit der Vielzahl ungenutzter Flächen, auf
denen kaum Bedarf für eine Neubebauung besteht.
Die Landschaftsplanerin Christiane Kuschel stellte sich in ihrer Diplomarbeit
der Frage welchen Beitrag Freiraumentwicklung leisten kann, brachliegende
Flächen stärker in den genutzten Stadtraum zu integrieren. -->
mehr
Aktuelle Informationen zu Stadtumbau und Stadtschrumpfung
Aktueller Newsletter mit Terminen, aktuellen Veröffentlichungen
und weiteren Hinweisen zum Thema. -->
mehr
Impressum
Das Online-Magazin
schrumpfende-stadt.de erscheint seit März 2002 und wird von der Redaktion
der Internetplattform schrumpfende-stadt.de ehrenamtlich erstellt. Herausgeber
sind Eric Tenz und Thilo Lang.
Ca. vier Mal pro Jahr veröffentlichen wir hier Beiträge rund
um das Thema Stadtschrumpfung und Stadtumbau. Das Magazin wird in der
Regel parallel zu unserem Newsletter
herausgegeben. Weitere (rechtliche) Informationen hier.
Sie finden
an dieser Stelle aktuelle wissenschaftliche Abhandlungen zum Thema schrumpfende
Stadt und Stadtumbau, Projektskizzen oder Projektberichte sowie Kurzfassungen
von Diplomarbeiten und Dissertationen zum Thema. Gerne können Sie uns
für zukünftige Ausgaben des Magazins eine Zusammenfassung Ihrer
Arbeiten schicken, die wir aufnehmen, sofern sich das Thema im Bereich
schrumpfende Städte und Stadtumbau bewegt. Wir freuen uns über
ihre Zusendungen, denn
nur durch Ihre Mitwirkung kann dieses Angebot besser werden; beachten
Sie hierzu bitte unsere Redaktionshinweise!
Sie können Artikel aus dem Online-Magazin zitieren. Eine Seitenangabe
ist bei Internetquellen nicht erforderlich, da durch die Suchfunktion
bspw. über "Str.+F" zitierte Stellen spielend leicht aufgefunden
werden können.
Zitierbeispiel: Bürkner, Hans-Joachim: Schrumpfung, städtische
Restrukturierung und Regenerierung - sozialräumliche Perspektiven
in: Online-Magazin schrumpfende-stadt.de, 2. Jg., Ausg. 3, August 2003,
http://www.schrumpfende-stadt.de/magazin.htm (Auszug vom 31.08.2003).