Newsletter Schrumpfende Stadt/ Stadtumbau Ost #8
Dezember 2003/ Januar/ Februar 2004

Hiermit senden wir Ihnen die achte Ausgabe unseres Newsletters "Schrumpfende Stadt/ Stadtumbau Ost". Dieser Newsletter wird von den Redaktionen der Internetplattformen schrumpfende-stadt.de sowie stadtumbau-ost.de gemeinsam herausgegeben und erscheint parallel zum online-magazin von schrumpfende-stadt.de. Die html-Version dieses Newsletters steht auch unter www.schrumpfende-stadt.de/forum.htm zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Thilo Lang (
lang@schrumpfende-stadt.de) und Eric Tenz (tenz@schrumpfende-stadt.de)
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Inhalt

I. Beiträge zur schrumpfenden Stadt im Online-Magazin von schrumpfende-stadt.de
- Kehrtwende in der Stadtentwicklung - Ostdeutschland als Laboratorium für eine alternative Urbanität?
- Schrumpfende Städte – eine Annäherung
- Zwei Jahre Stadtumbau-Ost
- Freiraumentwicklung in der fragmentierten Stadt. Am Beispiel Stassfurt

II. Ausgewählte neue Veröffentlichungen
- Themenheft Stadtumbau aus der Reihe Informationen zur Raumentwicklung
- Das Parlament, Ausgabe Nr. 37
- Themenheft Städtepolitik aus der Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte"
- Städtische Kreativität - Potential für den Stadtumbau
- Städte als Standortfaktor: Neue Stadtumbaupotenziale
- Schrumpfung – Neue Herausforderungen für die Regionalentwicklung in Sachsen/Sachsen-Anhalt und Thüringen
- Kulturbericht "Labor Ostdeutschland - kulturelle Praxis im gesellschaftlichen Wandel"
- Standortanalyse Hildesheim
- Wohnungsmärkte regional prognostiziert - Wohnungsprognose 2007/2015 Niedersachsen

III. Ausgewählte Termine Dezember 2003/Januar/Februar 2004

IV. Neuigkeiten
- Forschungsprojekt "Gegenwart und Zukunft der Stadtentwicklung in Sachsen-Anhalt: Magdeburg, Halle, Dessau - Perspektiven und strukturelle Rahmenbedingungen zukünftiger Entwicklung"
- Master of Science in „Urban Management“an der Universität Leipzig gestartet
- Projekt und Newsletter "Schrumpfende Städte/Shrinking Cities"
- Kommunale Reaktionen auf städtische Schrumpfungsprozesse
- Erfahrungsaustausch Stadtumbau des ISW Brandenburg
- Pressespiegel Stadtumbau

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I. Beiträge zur schrumpfenden Stadt im Online-Magazin

1. Kehrtwende in der Stadtentwicklung - Ostdeutschland als Laboratorium für eine alternative Urbanität?
„Blühende Landschaften“ waren bis weit in die 90er Jahre die Leitvorstellung auch in der Stadtentwicklungspolitik. Die langfristigen Wachstumshoffnungen jedoch stellten sich als unrealistisch heraus. Viele Maßnahmen, wie der damals hochsubventionierte Bau von Shoppingcentern und überdimensionierten Gewerbegebieten auf der grünen Wiese, haben sich mittlerweile vielerorts als kontraproduktiv für die Entwicklung der Städte und ihrer Zentren erwiesen (vgl. Häußermann 1999). Das Schicksal der Städte scheint somit beispielhaft für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands in den letzten Jahren: Auf breiter Ebene wird nun ein Paradigmenwechsel vom Wachstums- zum Schrumpfungsmanagement erforderlich. Alternative Wege müssen beschritten werden, um eine neue ökonomische und gesellschaftliche Basis herauszubilden.
In diesem Beitrag von Achim Schröer, Sascha Vogler und Thilo Lang werden – bezogen auf die Situation in Ostdeutschland – die Ursachen, Hintergründe und Folgen des Schrumpfungsprozesses dargelegt, die kommunalpolitische Karriere das Themas in den letzten Jahren und aktuelle sozialräumliche Ansätze beschrieben und diskutiert. --> mehr

2. Schrumpfende Städte – eine Annäherung
Zahlreiche VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis der Arbeitsfelder Stadtplanung, Architektur und Wohnungswesen diskutieren und publizieren seit geraumer Zeit über schrumpfende Städte, wobei nur sehr wenige Beiträge erkennen lassen, welche exakte Definition eigentlich jeweils mit der Verwendung dieses Begriffes verbunden wird. Eine Reduzierung auf den Faktor negative Bevölkerungsentwicklung greift wesentlich zu kurz bzw. lässt nur eine oberflächliche Behandlung des Themas zu und wird der umfassenden Problemlage vor Ort nicht gerecht.
Der Beitrag von Thilo Lang unternimmt eine Eingrenzung des Begriffes der schrumpfenden Stadt, versucht eine Typisierung und schlägt vor, welche Aspekte verstärkt Gegenstand der Debatte sein sollten. --> mehr

3. Zwei Jahre Stadtumbau-Ost
Beate Glöckner und Thomas Kuder berichten vom gleichnamigen Kongress, der am 27. November in Berlin eine Zwischenbilanz vornahm. --> mehr

4. Freiraumentwicklung in der fragmentierten Stadt. Am Beispiel Stassfurt
Infolge der Schrumpfungsprozesse lösen sich die ehemals kompakten Strukturen in den Zentren der ostdeutschen Städte auf, bei gleichzeitigem Wachstum an ihren Rändern. Die Stadt wird mehr und mehr zum Patchwork, d.h. die räumliche und qualitative, aber auch die soziale Differenzierung des Stadtgefüges nimmt zu. Ein Aspekt der fortschreitenden Fragmentierung ist die Zunahme von ungenutzten Flächen innerhalb und zwischen den unterschiedlichen Siedlungsräumen. Neben den komplexen ökonomischen, wohnungswirtschaftlichen und infrastrukturellen Problemen, die durch die Schrumpfungsprozesse ausgelöst werden, stellt sich die Frage nach dem Umgang mit der Vielzahl ungenutzter Flächen, auf denen kaum Bedarf für eine Neubebauung besteht.
Die Landschaftsplanerin Christiane Kuschel stellte sich in ihrer Diplomarbeit der Frage welchen Beitrag Freiraumentwicklung leisten kann, brachliegende Flächen stärker in den genutzten Stadtraum zu integrieren. --> mehr

Alle Beiträge erreichen Sie über den Link http://www.schrumpfende-stadt.de/magazin.htm.

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II. Ausgewählte neue Veröffentlichungen:

1. Themenheft Stadtumbau der Reihe Informationen zur Raumentwicklung
Das Heft 10/11.2003 "Stadtumbau" aus der Reihe "Informationen zur Raumentwicklung" enthält eine Vielzahl an Analysen, Diskussionsanstößen und Beispielen vom Stadtumbau in Ost- und Westdeutschland. Beiträge u.a. von Gatzweiler/Meyer/Milbert: Schrumpfende Städte in Deutschland. Fakten und Trends, Reuther: Learning from the East? Über die Suche nach Leitbildern zum Stadtumbau, Göschel: Stadtumbau. Zur Zukunft schrumpfender Städte vor allem in den neuen Bundesländern, Hunger: Wo steht der Stadtumbau Ost - und was kann der Westen davon lernen? und Röding/Veith: Stadtumbau in den neuen Ländern. Fazit aus den Wettbewerbsbeiträgen des Bundeswettbewerbs "Stadtumbau Ost".
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR): Stadtumbau, Heft 10/11.2003 der Reihe "Informationen zur Raumentwicklung", Bonn 2003, ISSN 0303-2493, 10,- Euro, bestellbar über den Selbstverlag des BBR: Tel: 01888-401-2209 oder selbstverlag@bbr.bund.de

2. Zeitschrift "Das Parlament", Bundeszentrale für politische Bildung
Die Ausgabe Nr. 37 der Zeitschrift "Das Parlament" vom 08.09.03 umfasst Beiträge zu den Themen: schrumpfende Groß- und Kleinstädte, Stadtumbau, Denkmalpflege, Soziale Stadt, Stadt2030, regionalplanerische Leitbilder für periphere Regionen und anderes mehr. Die gesamte Ausgabe gibt es online unter http://www.das-parlament.de/2003/37/Thema/index.html. Alle Beiträge in Volltextversion.

3. Themenausgabe Städtepolitik, aus der Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte", Bundeszentrale für politische Bildung
Wie sich Städte entwickeln, hängt in hohem Maße vom jeweiligen Gesellschaftssystem ab. Dementsprechend unterscheidet sich heute noch das Stadtbild ostdeutscher von dem westdeutscher Städte. Auch die finanzielle Situation, Prozesse der Deindustrialisierung und Suburbanisierung sowie die Bevölkerungszahl haben Einfluss auf die Entwicklung. Ostdeutsche Städte, deren Einwohnerzahl seit der deutschen Vereinigung stetig sinkt, sind allen genannten Faktoren gleichzeitig ausgesetzt.
Lösungen dieser und anderer Probleme unserer Städte, wie etwa die Marginalisierung bestimmter Stadtquartiere oder des Attraktivitäsverlustes als Folge des zunehmenden Autoverkehrs, werden in dieser Ausgabe diskutiert.
Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Städtepolitik, Band 28/2003 der Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte", Bonn 2003, 48 S. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bpb.de/publikationen/T13R6D,0,0,B_282003.html, Download als pdf-Datei: http://www.bpb.de/files/G43J1X.pdf

4. Städtische Kreativität - Potential für den Stadtumbau
Die Veröffentlichung zur Tagung "Städtische Kreativität - Potential für den Stadtumbau" des Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) und der Schader-Stiftung vom 10. September 2003 in Erkner bei Berlin liegt vor. Der Band beschäftigt sich mit Lösungen für die neuen Probleme der Städte wie Schrumpfungsprozesse, Abwanderung, Suburbanisierung und Wohnungsleerstand. Die Herausgeber fordern ein "neues Denken", eine "städtische Kreativität", womit in wirtschaftlich, sozialer, kultureller, baulicher und wohnungswirtschaftlicher Hinsicht Perspektiven entwickelt werden müssen. Bestellungen an das Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Heike Liebmann, Flakenstraße 28-31, 15537 Erkner, Tel.: 03362 / 793-242, Fax: 03362 / 793-111, liebmann@irs-net.de

5. Städte als Standortfaktor: Neue Stadtumbaupotenziale
Die Kurzfassung der ExWoSt-Studie "Städte als Standortfaktor: Neue Stadtumbaupotenziale" liegt vor. Stadterneuerung und Stadtumbau sind ausgerichtet auf die Erhaltung, Nutzung und Stärkung innerstädtischer Flächen. Aufbauend auf früheren ExWoSt-Forschungsfeldern sollten zukünftige Stadtumbaupotenziale ermittelt werden. Die sich immer schneller ändernden und differenzierenden Anforderungen der Stadtbenutzer haben Auswirkungen auf die Nutzungszyklen städtischer Räume. Vor diesem Hintergrund sollten die Einflussfaktoren städtischer Bau- und Nutzungsstrukturen und die zeitliche Dimension der Nutzungszyklen ermittelt, zukünftige Potenziale des Stadtumbaus identifiziert und die Handlungsschwerpunkte dargestellt werden. Im Interesse von Ressourcensparsamkeit müssen zukunftsbeständige Raum- und Baustrukturen erweiterten Anforderungen der Funktionsvariabilität, der Umnutzbarkeit sowie der Um- und Rückbaubarkeit genügen.
Die Kurzfassung ist verfügbar unter http://www.bbr.bund.de/exwost/pdf-files/fv_sup_kurzfassung_05_03_sk_end.pdf

6. Schrumpfung – Neue Herausforderungen für die Regionalentwicklung in Sachsen/Sachsen-Anhalt und Thüringen
In allen Teilen Deutschlands sind gegenwärtig mehr oder weniger deutliche Tendenzen und Auswirkungen eines Rückgangs der Bevölkerung sowie eines nachlassenden Wirtschaftswachstums zu verzeichnen. Die damit verbundenen Entwicklungen stellen sich gerade in Ostdeutschland als ein besonders gravierendes Problem dar. Dazu zählt vor allem die umfangreiche Abwanderung der jungen, aktiven und gut ausgebildeten Bevölkerungsgruppen nach der Wende, der großflächige Leerstand von Wohngebäuden und -siedlungen, die Überkapazitäten der kommunalen Infrastruktur, das wachsende Defizit öffentlicher Haushalte aufgrund des Rückgangs kommunaler und staatlicher Einnahmen bei gleich bleibenden bzw. steigenden Ausgaben sowie das anhaltende Wegbrechen der industriellen Basis vieler Regionen und Kommunen mit einem gravierenden Verlust an Einkommen und an Arbeitsplätzen. Auch wenn die beschriebenen Trends nicht aufzuhalten oder gar umzukehren sind, bietet der Prozess der strukturellen Schrumpfung auch Chancen zum Umdenken und zur Neuorientierung der Stadt- und Regionalentwicklung. Ostdeutschland könnte gerade in dieser Hinsicht zu einem Vorreiter für einen neuen paradigmatischen Ansatz der Steuerung der Stadt- und Regionalentwicklung in Deutschland werden. Mit den Beiträgen dieses Bandes werden solche Ansätze zur Steuerung und Begleitung von regionalen Schrumpfungsprozessen vorgestellt und diskutiert. Beiträge u.a. von Bernhard Müller/Thorsten Wiechmann, Stefan Siedentop/Steffen Kausch, Rainer Winkel, Peter Franz/Irene Iwanow, Martin Rosenfeld.
Bernhard Müller, Stefan Siedentop (Hrsg.): Schrumpfung – Neue Herausforderungen für die Regionalentwicklung in Sachsen/Sachsen-Anhalt und Thüringen, Arbeitsmaterial der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Nr. 303, Hannover 2003, 154 S., ISBN 3-88838-303-X, 21,- Euro, Inhaltsverzeichnis unter http://www.arl-net.de/shop/bilder/AM303a.pdf

7. Kulturbericht "Labor Ostdeutschland - kulturelle Praxis im gesellschaftlichen Wandel"
Der Kulturbericht "Labor Ostdeutschland - kulturelle Praxis im gesellschaftlichen Wandel" ist eine Studie über die aktuelle Situation der zeitgenössischen Kunst- und Kulturproduktion in den Neuen Ländern, herausgegeben von Kristina Bauer-Volke und Ina Dietzsch. Informationen zur Studie finden Sie unter http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/main.jsp?articleID=46&applicationID=203&languageID=1, das Inhaltsverzeichnis ist unter http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/media_archive/1057236711963.doc abrufbar. Zum Beraterteam der Studie gehören: Andreas Dresen, Prof. Dr. Wolfgang Engler, Dr. Christine Hannemann, Thomas Heise, Wolfgang Kil, Prof.Dr. Bernd Lindner, Prof. Dr. Dietrich Mühlberg, Jutta Penndorf, Prof. Dr. Dorothee Wierling, Norbert Zähringer. Bestellinformationen zum - leider vergriffenen, aber im Nachdruck befindlichen - Bericht erhalten Sie ebenfalls unter dem erstgenannten Link.

8. Standortanalyse Hildesheim – Strukturmerkmale – Wanderungsverflechtung - Bevölkerungs- und Haushaltsprognose – Wohnungsleerstand
Die regionalstatistische Analyse des ies umfasst eine vergleichende Analyse der Bevölkerungs-, Arbeitsplatz- und der sozialen Entwicklung in Hildesheim, in ausgewählten Städten und dem Landkreis Hildesheim, eine Bevölkerungs- und Haushaltsprognose für die Stadt Hildesheim, eine Analyse der Wanderungsverflechtungen sowie eine Untersuchung zum Wohnungsleerstand für die Stadt Hildesheim. Kurzbeschreibung und Download unter http://www.ies.uni-hannover.de/Projektinfo.55.0.html?&proj=90&backPID=3&cHash=b365b905c6
Rohr-Zänker, Ruth (Verf.); Schleifnecker, Thomas (Verf.); Tovote, Uwe (Verf.), Stadt Hildesheim, Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung (Hrsg): Standortanalyse Hildesheim – Strukturmerkmale – Wanderungsverflechtung - Bevölkerungs- und Haushaltsprognose – Wohnungsleerstand, Hannover, Eigenverlag (2003), 47 S., IES-Nr. 102/03
Weitere Informationen unter: Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung GmbH, Lister Str. 15, 30163 Hannover, Tel. 0511 / 7284

9. Wohnungsmärkte regional prognostiziert - Wohnungsprognose 2007/2015 Niedersachsen
Die regionalisierte Wohnungsprognose für Niedersachsen ist Bestandteil des niedersächsischen Wohnungsmarktbeobachtungssystems. Grundlage für die Vorausschau künftiger Entwicklung auf den Wohnungsmärkten bilden regionalisierte Bevölkerungs- und Haushaltsprognosen, die nach Modellen des ies durchgeführt werden. Aspekte der künftigen Nachfrageentwicklung werden u.a. anhand regionaler Altersstrukturprofile, Haushaltsgrößen, sozioökonomischer Merkmale und Migrationmustern einbezogen. Erstmalig seit 2003 werden auch die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf die Bevölkerungsentwicklung in Niedersachsen in einem Modell-Szenario dargestellt. Informationen auch unter
http://www.ies.uni-hannover.de/Wohnungsm_rkte_regio.86.0.html
Rohr-Zänker, Ruth (Verf.); Schleifnecker, Thomas (Verf.), Niedersächsische Landestreuhandstelle für das Wohnungswesen und Norddeutsche Landesbank – Girozentrale (Hrsg.): Wohnungsmärkte regional prognostiziert - Wohnungsprognose 2007/2015
Schriftenreihe: Berichte zu den Wohnungsmärkten in Niedersachsen, Heft 10, Hannover, Eigenverlag (2003), 80 S., IES-Nr. 111/03, Bestellbar beim Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung GmbH, Lister Str. 15, 30163 Hannover, Tel. 0511 / 7284

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III. Ausgewählte Termine

10.-19. Dezember 2003, Berlin
Die Beiträge zum interdisziplinären Ideenwettbewerb "Tatort Stadt" sind vom 10.-19.12.2003, Mo-Fr. von 15-19h, im Lichthof des BMVBW in der Invalidenstraße 44 in Berlin ausgestellt. Weitere Informationen unter http://www.bmvbw.de/architektur-baukultur/projekte/tatortstadt_set.html.

12. Dezember 2003, Dessau
"Der Osten als Avantgarde?" - Schrumpfen als Markenimage für posturbane Regionen. Thema: Stadtmarketing richtet sich sowohl nach außen an die konkurrierenden Städte als auch nach innen an die Bewohner der eigenen Stadt - sie ist eine kulturelle Verhandlungsebene, in der das Bild und damit auch die Identität der Stadt ausgehandelt und formiert wird. Ostdeutsche Stadtregionen stehen vor der Aufgabe, neue Formen des Stadtmarketings zu entwickeln: Welche Chancen haben schrumpfende Städte, ihre Identität zu definieren? Entwerfen schrumpfende Stadtregionen kreative Formen der Bild- und Imageproduktion für ihr Stadtmarketing?
Der Architekt Philipp Oswalt stellt Branding-Ansätze der schrumpfenden Städte Manchester, Detroit und Leipzig in einem Bildbeitrag einleitend vor. Die Geografin Ilse Helbrecht, der Soziologe Peter Arlt, der Ökonom Joseph Huber und der Generalbevollmächtigte der Stiftung Schloß Neuhardenber Bernd Kauffmann diskutieren über die Notwendigkeit, Methoden und Formen des Stadtmarketing in schrumpfenden Regionen neu zu definieren. Moderation und Einleitung: Walter Prigge, Soziologe der Stiftung Bauhaus Dessau, Begrüßung: Omar Akbar, Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stiftung Bauhaus Dessau im Rahmen des Projektes "Schrumpfende Städte" von am 12.12.2003 von 17.30 bis 20.00 am Uhr Bauhaus Dessau, Gropiusallee 36, 06844 Dessau, statt. Der Eintritt ist frei.
Kontakt: Schrumpfende Städte - Shrinking Cities, Eisenacher Straße 74, D 10823 Berlin, Tel: 49-30-818219-06, Fax: 49-30-818219-12, press@shrinkingcities.com, www.shrinkingcities.com

12.-14. Dezember 2003, Berlin
Vom 12.-14.12.2003 findet das 10. Stadtsoziogische Kolloquium Berlin - Amsterdam an der Humboldt-Universität Berlin, Universitätsstraße 3b - Raum 002, statt. Die Themen sind u.a. StadtumbauOst sowie Bevölkerungs- und Quartiersentwicklung (insb. Freitag, 12.12.03); weitere Themen: neue Kleinstadtstrukturen,Lebensstile, Städtische Ökonomie und Kultur, Disziplinierung und Segregation und Produktion des öffentlichen Raumes. Außerdem wird eine Exkursion nach Marzahn/Nord durchgeführt.

18. Dezember 2003, Berlin
Stadtumbau als Impuls für die Berliner Großsiedlungen. Ein Kooperationsprojekt zwischen der Fachhochschule für Sozialpädagogik Alice-Salomon und der Plattform Marzahn-Hellersdorf. Thema: Nutzungskonzepte im öffentlichen Raum durch Verknüpfung von Architektur und Kunst, Zwischennutzungskonzepte für Brachen und leergefallene Gebäude. Vorträge u.a. von Prof. Dipl.Ing. Markus Neppl/ Prof. Dipl.Ing. Oliver Hall, KCAP/ Astoc Architects & Planners Rotterdam/ Köln, StadtBauKultur Nordrhein-Westfalen - eine Landesinitiative Dr. Ulrich Hatzfeld, MSWKS Nordrhein Westfalen, Öffentliche Vortragsreihe an der Alice-Salomon-Fachhochschule. Beginn: 19:00. Ort: Berlin-Hellersdorf, detailliertere Informationen unter http://www.stadtumbau-berliner-grossiedlungen.de/index-flash.html, plattform@urbanplan.de

15. Januar 2004, Berlin
Stadtumbau als Impuls für die Berliner Großsiedlungen. Ein Kooperationsprojekt zwischen der Fachhochschule für Sozialpädagogik Alice-Salomon und der Plattform Marzahn-Hellersdorf. Thema: Städte und Modernisierung der Stadtentwicklungsprozesse, Soziale Stadt - ein Instrument zur Überwindung der Spaltung in den Städten, Öffentliche Vortragsreihe an der Alice-Salomon-Fachhochschule. Beginn: 19:00. Ort: Berlin-Hellersdorf, detailliertere Informationen unter http://www.stadtumbau-berliner-grossiedlungen.de/index-flash.html, plattform@urbanplan.de

6. und 7. Februar 2004, Chemnitz
Kommunikative Steuerung des Stadtumbaus? Thema der Tagung sind insbesondere die Grenzen von Handlungsspielräumen und die Vereinbarkeit von verschiedenen Interessenlagen bei der Gestaltung des Stadtumbaus. Im Mittelpunkt stehen u.a. folgende Fragen: Welche Spielräume ergeben sich aus der wirtschaftlichen, sozialen und kommunalen Problemdiagnose für Handlungsstrategien relevanter Akteure? Welche neuartigen Akteure, Handlungsdynamiken und Entscheidungsstrukturen treten bei Schrumpfungsprozessen und deren Regulierung in Erscheinung? Wie bringen sich die "Öffentlichkeit" und "Zivilgesellschaft" in diese Prozesse ein?
Die Tagung wendet sich an WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen, die sich in der theoretischen und empirischen Arbeit zu schrumpfender Stadtentwicklung engagieren. InteressentInnen, die sich mit einem Beitrag an der Tagung beteiligen möchten, senden ihre Abstracts bitte bis zum 05.01.2004 an Christine Weiske (christine.weiske@phil.tu-chemnitz.de), Christine Hannemann (christine.hannemann@sowi.hu-berlin.de) oder Sigrun Kabisch (sigrund.kabisch@ufz.de). Anmeldungen zur Tagung bitte bis zum 05.01.2004 an Annegret Glauche, TU Chemnitz, Philosophische Fakultät, Regionalforschung und Sozialplanung, 09107 Chemnitz, annegret.glauche@gmx.de.

Weitere Termine auf dem regelmäßig aktualisierten Terminkalender von Stadtumbau-Ost.de unter http://www.schader-stiftung.de/wohn_wandel/124.php

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IV. Neuigkeiten

Forschungsprojekt "Gegenwart und Zukunft der Stadtentwicklung in Sachsen-Anhalt: Magdeburg, Halle, Dessau - Perspektiven und strukturelle Rahmenbedingungen zukünftiger Entwicklung"
Im Juli 2003 wurde das Forschungsprojekt "Gegenwart und Zukunft der Stadtentwicklung in Sachsen-Anhalt: Magdeburg, Halle, Dessau - Perspektiven und strukturelle Rahmenbedingungen zukünftiger Entwicklung" abgeschlossen. Inhaltlich setzte sich das Projekt mit Wertmaßstäben, Merkmalen der Erfassung, Faktoren und Perspektiven der Qualifizierung von Stadtraum in Ostdeutschland 13 Jahre nach der Wende auseinander. Die Ergebnisse werden neben einer begrenzten Auflage von Büchern, auch im Internet präsentiert unter www.stadtentwicklung-sachsen-anhalt.de. Fragen und Anregungen bitte an Prof. Dr. Ing. Andrea Haase, Stiftstrasse 2, D-52062 Aachen, 0241 / 54 35 02, HS Anhalt | Fachbereich Architektur, Gropiusallee 38, D-06846 Dessau, 0340 / 5197 1530, a.haase@raumstruktur.de, http://ah.raumstruktur.de

Master of Science in „Urban Management“an der Universität Leipzig gestartet
Zum Wintersemester 2003 startete der auf 2 Jahre angelegte postgraduale Studiengang Master of Science in ‚Urban Management’. Inhaltlichen Schwerpunkt bildet die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den aktuellen Anforderungen der Stadtentwicklung. Besondere Beachtung findet das Themenfeld des Stadtumbaus unter gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und im weitesten Sinne planerischen Rahmenbedingungen. Der Studiengang ist modular aufgebaut, nach internationalen Maßstäben konzipiert und weist durch seine enge Verknüpfung zur Wirtschaft besonderen Praxisbezug auf. Detaillierte Informationen erhalten Sie unter www.uni-leipzig.de/ibbs/. Weitere Anfragen können Sie an Frau Holland vom Lehrstuhl Stadtentwicklung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät unter info.stadtentwicklung@wifa.uni-leipzig.de bzw. der Telefonnummer 0341 97–33739 richten.

Projekt und Newsletter "Schrumpfende Städte/Shrinking Cities"
Das Projekt "Schrumpfende Städte/Shrinking Cities", ein dreijähriges Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes, will die in Deutschland geführte städtebauliche Debatte zum Stadtumbau um neue Perspektiven erweitern. Es stellt die Frage, in welcher Weise schrumpfende Städte Ausgangspunkt für neue kulturelle Praktiken werden können, welche kulturelle Artikulation und damit auch positive Identität dieser neuer Stadttyp finden kann. Grundsätzliche Informationen zum Projekt finden Sie unter http://www.shrinkingcities.com. Den Newsletter können Sie unter letter@shrinkingcities.com abonnieren. Die Serie "Standpunkte" gibt in kurzen Texten Statements von Beteiligten des Projektes zu brisanten Fragestellungen wider: Bisher finden Sie dort u.a. Texte von Walter Prigge (Mentalitäten und kulturelle Transformation - zu verschiedenen Ursachen und Formen der Schrumpfung) http://www.shrinkingcities.com/fileadmin/shrink/downloads/pdfs/Prigge.pdf, Barbara Steiner (Wenn alles leer steht... Kunst - setzt sich kritisch mit dem Trend auseinander, jeden Gebäudeleerstand mit Kunstprojekten füllen zu wollen) http://www.shrinkingcities.com/fileadmin/shrink/downloads/pdfs/Steiner.pdf, Ulrike Steglich (Von blühenden zu renaturierten Landschaften - Das Bild von entvölkerten Städten im Osten Deutschlands) http://www.shrinkingcities.com/fileadmin/shrink/downloads/pdfs/Steglich.pdf.

Kommunale Reaktionen auf städtische Schrumpfungsprozesse
Die Diplomarbeit "Kommunale Reaktionen auf städtische Schrumpfungsprozesse" von Benno Brandstetter steht Ihnen in Auszügen auf der Internetseite http://www.brandstetter-wolf.de/diplom.html zur Verfügung. Der Autor untersucht anhand von Fallstudien in sächsischen Städten die Wahrnehmung, konzeptionelle Herangehensweise und die Zukunftsvisionen der unterschiedlichen lokalen Akteure vor Ort.

Erfahrungsaustausch Stadtumbau des ISW Brandenburg
Das ISW hat Arbeitsgruppen ("Stadtentwicklungspolitik und sektorale Aspekte des Stadtumbaus", "Organisationsinstrumente, Steuerung des Stadtumbaus, Umsetzungsmanagement" und "Wohnungspolitik und Wohnungswirtschaft") eingerichtet, die den Erfahrungsaustausch der am Stadtumbau beteiligten und interessierten Akteuren fördern sollen.
Die Arbeitsthesen der einzelnen Arbeitsgruppen und die jeweiligen Ansprechpartner finden Sie auf der Seite http://www.isw.brandenburg.de/pdf_pub/ag_thesen_stadtumbau.pdf

Pressespiegel Stadtumbau
Auf der Seite www.stadtumbau.com/Ticker.htm finden Sie einen ausführlichen Pressespiegel zum Thema Stadtumbau und Wohnungswirtschaft. Bitte beachten Sie, dass die Links teilweise nur kurze Zeit zur Verfügung stehen.

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Erstelldatum: 12. Dezember 2003
Autor: ERic Tenz, Thilo Lang